Brandschutztür

Ist die Wartung überflüssig?

Zuweilen halten Betreiber Wartungen für überflüssig: Die fraglichen Türen hätten im Rahmen des Zulassungsverfahrens schließlich erfolgreich eine Dauerfunktionsprüfung absolviert – das müsse reichen.

Es stimmt zwar, dass Feuerschutzabschlüsse eine Dauerfunktionsprüfung bestehen müssen – für Feuerschutztüren werden bauaufsichtlich 200.000 Zyklen gefordert.

Diese vermeintlich hohe Zahl relativiert sich aber schnell, wenn man auf Basis täglicher Nutzungsfrequenzen nachrechnet:

Bei Feuerschutztüren in Bürogebäuden mit Publikumsverkehr werden tägliche Nutzungsfrequenzen von 500 Zyklen und mehr erreicht.

Bei einer 5-Tage-Woche ergibt sich so eine jährliche Nutzungsfrequenz von mehr als 130.000 Zyklen. 65 % der Dauerfunktionsprüfung sind dann bereits nach einem Jahr erreicht.

Die Wartungshäufigkeit von Türen ist also der vermuteten Nutzungsfrequenz anzupassen.

Nur dann kann der Lebenszyklus des Bauelementes maximal ausgedehnt werden.

Ein höherer Wartungszyklus erhöht zwar die Wartungskosten, reduziert jedoch die Instandsetzungskosten, da die Instandsetzung nicht erst bei einem totalen Funktionsausfall des Bauelementes erfolgen muss.


Änderung der Vorschriften zu Brandschutztüren und Tore ab September 2019

In Gebäuden sind Brandschutztüren und zentral für den vorbeugenden Brandschutz. Als Feuerschutzabschlüsse schirmen sie die notwendigen Durchgänge zwischen den einzelnen Brandschnitten von Flammen, Hitze und Rauch ab.

Ab September 2019 treten neue Vorschriften in Kraft.

Brandschutztüre und Brandschutztore sind den Vorgaben des Herstellers unter Beachtung des Prüfzeugnisses einzubauen und regelmäßig sachkundig zu kontrollieren, damit sie funktionstüchtig bleiben.

Bei falsch oder schlecht gewarteten Brandschutzeinheiten droht über die Gefährdung von Menschen und Produktion hinaus der Verlust des Versicherungsschutzes.

Verkeilen, verstellen festbinden oder Ähnliches ist strafbar.


 

Ihr Ansprechpartner für Brandschutztüren, Feststellanlagen und Brandschutz Tore der jährlichen Prüfung:
Herr Recksing | Tel.: 0 23 62 – 97 98 306